Statuten der Österreichischen Gesellschaft für Handchirurgie

Im Zuge der Gründung der ÖGH im Juli 1990 wurden die Statuten vom damaligen Vorstand erstmals der "Vereinspolizei" vorgelegt und von dieser bewilligt. Statutenänderungen lt. Beschlüssen der ÖGH-Vollversammlungen:
- 06. März 2010, Salzburg
- 01. März 2014, Hainburg
- 05. März 2016, Graz

  • § 1 Name und Sitz
  • § 2 Zweck der Gesellschaft
  • § 3 Tätigkeit zur Verwirklichung der Gesellschaftszwecke
  • § 4 Arten der Mitgliedschaft
  • § 5 Erwerb der Mitgliedschaft
  • § 6 Beendigung der Mitgliedschaft
  • § 7 Rechte und Pflichten der Mitglieder
  • § 8 Vereinsorgane
  • § 9 Die Vollversammlung
  • § 10 Aufgaben der jährlichen Vollversammlung ordentlicher Mitglieder
  • § 11 Der Vorstand
  • § 12 Aufgabenkreis des Vorstandes
  • § 13 Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder
  • § 14 Die Rechnungsprüfer
  • § 15 Das Schiedsgericht
  • § 16 Der Mitgliedsbeitrag
  • § 17 Auflösung der Gesellschaft

§ 1 Name und Sitz


Die Gesellschaft führt den Namen Österreichische Gesellschaft für Handchirurgie (ÖGH). Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Wien und erstreckt ihre Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet.

§ 2 Zweck der Gesellschaft


Die Gesellschaft, deren Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt die wissenschaftliche und praktische Förderung der Handchirurgie.

§ 3 Tätigkeit zur Verwirklichung der Gesellschaftszwecke


Der Vereinszweck soll durch die in den Absätzen 1 und 2 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.
1. Als ideelle Mittel dienen.
2. Fortbildungsveranstaltungen, Teilnahme an den Tagungen der europäischen und internationalen Gesellschaften für Handchirurgie.
3. Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch:
 Jährliche Abhaltung der ÖGH-Frühjahrsklausurtagung, Zeitschrift HaMiPla, Mitgliedsbeiträge, Spenden, Vermächtnisse und sonstige Zuwendungen

§ 4 Arten der Mitgliedschaft


Die Mitgliedschaft der Österreichischen Gesellschaft für Handchirurgie steht allen offen, die an den
 Zielen der Gesellschaft interessiert sind. Die Mitgliedschaft umfasst

  • Ordentliche Mitglieder
  • Außerordentliche Mitglieder
  • Korrespondierende Mitglieder
  • Ehrenmitglieder
  • Fördernde Mitglieder
  • Mitglieder in Ruhestand

Ordentliche Mitglieder sind die Gründungsmitglieder und können ChirurgInnen werden, die über weit gestreute Erfahrungen auf dem Spezialgebiet der Handchirurgie verfügen und darüber wissenschaftliche Publikationen verfasst haben. Ordentliche Mitglieder sind in der Vollversammlung stimmberechtigt.
Außerordentliche Mitglieder können Personen werden, die ein nachweisbares Interesse für die Handchirurgie besitzen oder sich Verdienste um dieses Fachgebiet erworben haben.
 Zu korrespondierenden Mitgliedern können HandchirurgInnen oder auf dem Gebiet der Handchirurgie tätige Ärzte des In- und Auslandes gewählt werden, die mit der Österreichischen Gesellschaft für Handchirurgie in besonderer Beziehung stehen.
Zu Ehrenmitgliedern können Personen ernannt werden, die wesentlich zur Entwicklung und Förderung der Handchirurgie beigetragen haben.
 Fördernde Mitglieder können alle Personen oder Körperschaften werden, die Interesse an der
Handchirurgie bekunden und die Österreichische Gesellschaft für Handchirurgie unterstützen. Mitglieder im Ruhestand sind Mitglieder, welche sämtliche ärztliche Tätigkeiten aus gesundheitlichen oder Gründen der Pensionierung zurückgelegt haben.

§ 5 Erwerb der Mitgliedschaft


Jedes ordentliche Mitglied hat das Recht, Persönlichkeiten mit entsprechender Qualifikation dem Vorstand zur Aufnahme vorzuschlagen (unter Beibringung von Lebenslauf und Publikationsliste). Ist der Vorstand einstimmig für die Aufnahme des Vorgestellten, dann stellt er auf der nächsten Vollversammlung den Antrag auf Annahme. Der Antrag ist angenommen, wenn zwei Drittel der anwesenden ordentlichen Mitglieder zustimmen.
 Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstandes durch die Vollversammlung.

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft


Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod (bei juristischen Personen durch Verlust der Rechtspersönlichkeit), durch freiwilligen Austritt und durch Ausschluss.
 Ein Austritt aus der Gesellschaft kann jederzeit erklärt werden, er gilt zum Jahresende. Der Beitrag ist in diesem Fall für das laufende Kalenderjahr, in dem der Austritt mitgeteilt worden ist, noch zu bezahlen. 
Ein Ausschluss aus der Gesellschaft kann nach geheimer Abstimmung mittels Stimmzettel, bei Erreichung einer Dreiviertelmehrheit der Vollversammlung erfolgen, wenn ein Mitglied das Ansehen der Gesellschaft schädigt, die bürgerlichen Ehrenrechte rechtskräftig verloren hat, oder eine Ärztekammer ihm die Approbation entzogen hat. Eine Beratung über einen Ausschluss findet bei zweijährigem Rückstand in den Beitragszahlungen, trotz jeweils zweifacher Mahnung, statt. Ein Ausschluss aus der Gesellschaft kann nach geheimer Abstimmung mittels Stimmzettel, bei Erreichung einer Dreiviertelmehrheit der Vollversammlung erfolgen, wenn ein Mitglied das Ansehen der Gesellschaft schädigt, die bürgerlichen Ehrenrechte rechtskräftig verloren hat, oder eine Ärztekammer ihm die Approbation entzogen hat. Eine Beratung über einen Ausschluss findet bei zweijährigem Rückstand in den Beitragszahlungen, trotz jeweils zweifacher Mahnung, statt.

§ 7 Rechte und Pflichten der Mitglieder


Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen der Gesellschaft teilzunehmen. Das Stimmrecht, sowie das aktive und passive Wahlrecht in der Vollversammlung steht nur den ordentlichen Mitgliedern zu.
Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen der Gesellschaft nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck der Gesellschaft Abbruch erleiden könnte. Sie haben die Statuten und die Beschlüsse des Vorstandes bzw. der Vollversammlung zu beachten. Die Mitglieder sind zur pünktlichen Zahlung der Mitgliedsbeiträge in der von der Vollversammlung jährlich beschlossenen Höhe verpflichtet.

§ 8 Vereinsorgane


Die Organe des Vereines sind

  • die Vollversammlung
  • der Vorstand
  • die Rechnungsprüfer
  • die GeneralsekretärIn
  • das Schiedsgericht



§ 9 Die Vollversammlung


Eine Vollversammlung findet alljährlich statt.
 Eine außerordentliche Vollversammlung hat auf Beschluss des Vorstandes, auf schriftlich begründeten Antrag von mindestens einem Zehntel der stimmberechtigten Mitglieder, oder auf Verlangen der Rechnungsprüfer binnen drei Monaten stattzufinden.
 Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Vollversammlungen sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich einzuladen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand.
 Anträge zur Vollversammlung sind mindestens drei Tage vor dem Termin der Vollversammlung beim Vorstand schriftlich einzureichen. 
Bei der Vollversammlung sind nur die ordentlichen Mitglieder teilnahmeberechtigt.

§ 10 Aufgaben der jährlichen Vollversammlung ordentlicher Mitglieder

  1. Die Wahl des Vorstandes und der Kassenprüfer
  2. Die Genehmigung des Kassenberichtes
  3. Statutenänderungen, Verwendung des Gesellschaftsvermögens
  4. Neuaufnahme von Mitgliedern aller Kategorien
  5. Ausschluss von Mitgliedern
  6. Auflösung der Gesellschaft
  7. Alle Angelegenheiten, die der Mitgliederversammlung vom Vorstand zur Entscheidung vorgelegt werden, oder deren Aufnahme in die Tagesordnung von mindestens einem Zehntel der Mitglieder beantragt wird.

Die jährliche Vollversammlung der ordentlichen Mitglieder ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Ist dies nicht der Fall, so ist die jährliche Versammlung nach Ablauf von 15 Minuten, ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden ordentlichen Mitglieder, beschlussfähig. Alle Beschlüsse werden, soweit die Statuten nichts anderes vorsehen, mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Präsident.

§ 11 Der Vorstand


Der Vorstand besteht aus:

  • 1 Präsident
  • 1 Vizepräsident
  • 3 Beiräten
  • 1 GeneralsekretärIn
  • 1 Kassier

Der Beirat soll sich zusammensetzen aus:

  • 1 Vertreter des Fachbereiches Orthopädie und orthopädische Chirurgie
  • 1 Vertreter des Fachbereiches Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie
  • 1 Vertreter des Fachbereiches Unfallchirurgie

Der Vorstand wird durch die Vollversammlung ordentlicher Mitglieder durch einfache Mehrheit für drei Jahre gewählt. Die Wiederwahl des Präsidenten in unmittelbarer Folge ist einmal möglich. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Er entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit. 
Der Vorstand legt den ordentlichen Mitgliedern einen Wahlvorschlag vor. Jedes ordentliche Mitglied
kann vor oder während der Mitgliederversammlung Wahlvorschläge machen.

§ 12 Aufgabenkreis des Vorstandes


Dem Vorstand obliegt die Leitung der Gesellschaft. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Organ zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

  1. Erstellung des Jahresvoranschlages, sowie Abfassung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses
  2. Vorbereitung der Vollversammlung ordentlicher Mitglieder
  3. Einberufung der ordentlichen und außerordentlichen Vollversammlung
  4. Information der Mitglieder über Tätigkeit und finanzielle Gebarung der Gesellschaft in den Vollversammlungen
  5. Verwaltung des Gesellschaftsvermögens
  6. Aufnahme und Ausschluss von Gesellschaftsmitgliedern

§ 13 Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder


Der Präsident ist das höchste Leitungsorgan. Ihm obliegt die Vertretung der Gesellschaft, insbesondere nach außen, gegenüber Behörden und dritten Personen. Er führt den Vollversammlung und im Vorstand. 
Der Sekretär ist für die Abwicklung der laufenden Geschäfte der Gesellschaft, gemäß Weisungen des Vorstandes, verantwortlich. Er ist für die laufenden Geschäfte allein zeichnungsberechtigt.
 Der Kassier ist für die ordentliche Geldgebarung des Vereines verantwortlich.
 Im Falle der Verhinderung tritt an die Stelle des Präsidenten der Vizepräsident.

§ 14 Die Rechnungsprüfer


Die zwei Rechnungsprüfer werden von der Vollversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt.
Eine Wiederwahl ist möglich.
 Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung des Rechnungsabschlusses. Sie haben der Vollversammlung ordentlicher Mitglieder über das Ergebnis der Überprüfung zu berichten.

§ 15 Das Schiedsgericht

  1. In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entscheidet das Schiedsgericht
  2. Das Schiedsgericht setzt sich aus fünf ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, daß jeder Streitteil innerhalb von sieben Tagen dem Vorstand zwei Mitglieder als Schiedsrichter namhaft macht. Diese wählen mit Stimmenmehrheit einen Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.
  3. Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidungen bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen, seine Entscheidungen sind endgültig.
  4. Den Streitparteien steht in jedem Fall die Anrufung der ordentlichen Gerichte offen, und zwar binnen sechs Monaten ab Anrufung der Schlichtungseinrichtung.

§ 16 Der Mitgliedsbeitrag


Über die jeweilige Höhe des Mitgliedsbeitrages bestimmt die Vollversammlung mit Zweidrittelmehrheit. Auf Antrag können langjährige Mitglieder von der Zahlung des Mitgliedsbeitrages befreit werden, wenn sie wegen Erreichung ihrer Altersgrenze oder aus Gesundheitsgründen ihre angestellte und freiberufliche, ärztliche Tätigkeit zurückgelegt haben.

§ 17 Auflösung der Gesellschaft


Soll es zur Auflösung der Gesellschaft kommen, so muss dies drei Monate vor der entscheidenden Vollversammlung allen ordentlichen Mitgliedern schriftlich mitgeteilt werden. Der Entscheid über eine Auflösung kann mit einer Zweidrittelmehrheit bei der nächsten Vollversammlung gefällt werden.
 Der letzte Vereinsvorstand hat die freiwillige Auflösung der Vereinsbehörde schriftlich anzuzeigen und ist verpflichtet, die freiwillige Auflösung in einem amtlichen Blatt zu verlautbaren.
 Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall des bisherigen begünstigten Vereinszweckes ist das verbleibende Vereinsvermögen für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke im Sinne der§§ 34 ff BAO zu verwenden.